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Donnerstag, 22. Januar 2009

Verurteilung wegen Vergewaltigung der Schwester

Wegen sexuellen Missbrauchs und Blutschande stand im österreichischen Eisenstadt ein 20-jähriger Burgenländer vor Gericht. Ihm wurde von der Anklage vorgeworfen, seine um drei Jahre jüngere Schwester sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben.

Ein Geschworenensenat verurteilte den 20-Jährigen am späten Abend zu drei Jahren unbedingter Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die angeklagten Taten reichen bis ins Jahr 2002 zurück. Bei Missbrauchshandlungen soll der 20-Jährige auch Gewalt ausgeübt haben, weshalb er auch wegen Vergewaltigung angeklagt war. Der 20-Jährige bekannte sich teilweise schuldig, bestritt aber die Anwendung von Gewalt.

Die Geschworenen befanden den Angeklagten mit 8:0 Stimmen für schuldig. Der Staatsanwalt verzichtet auf Rechtsmittel, der Burgenländer erbat sich Bedenkzeit. Der Prozess nahm den ganzen Tag in Anspruch und endete um etwa 21.30 Uhr. Die Öffentlichkeit wurde nach den Anfangspläodoyers für den Großteil des Verfahrens ausgeschlossen, zur Urteilsverkündung war der Zutritt zum Saal wieder gestattet.

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Quelle: www.kurier.at

Dienstag, 20. Januar 2009

Österreich: Magd 40 Jahre als Sklavin gehalten

Der Hof in der Steiermark, auf dem Martina Moik 40 Jahre wie eine Sklavin gehalten wurde.

Österreich wird erneut von einem Sklaven-Skandal erschüttert: Eine behinderte Frau musste 40 Jahre lang auf einem abgelegenen Bauernhof ohne Lohn schuften.

Die heute 55-jährige Martina Moik (im Bild links) hat die letzten Jahre praktisch ausschliesslich Brot und Marmelade gegessen, berichten Sozialarbeiter. Nach der Befreiung aus dem Bauernhof in der Steiermark war die Frau in einem erschütternden Zustand: Sie konnte weder lesen noch schreiben und wusste nicht, was ein Mobiltelefon ist oder woher sie überhaupt stammt.

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Erstaunlicherweise sagte Martina Moik, sie sei im Grossen und Ganzen gut behandelt worden. Ihr wurden drei Mahlzeiten am Tag gewährt und warme Kleidung abgegeben. Ihre Situation veränderte sich aber drastisch im Jahr 2004, als der Landwirt starb und sie ganz in die Obhut der Witwe kam. «Sie schlug mich öfter und zog an meinen Haaren», beschreibt Moik die Horrorjahre.

«Unsere Ermittlungen zeigen, dass sie gegen ihren Willen festgehalten und zur Arbeit gezwungen wurde», sagt der lokale Staatsanwalt.

Die angeschuldigte Bäuerin weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer Intrige.

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Quelle: bazonline.ch